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Universität Bonn
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VORWORT

Erde – Mensch – Kosmos: Das sind keine getrennten Welten, sondern unterschiedliche Dimensionen einer gemeinsamen Geschichte. So sagte der Astronom Carl Sagan, dass wir „aus Sternenstaub gemacht“ sind. Wir laden Sie ein, diese Verbindungen in den Werken dieses Abends hörend zu entdecken und die musikalische Reise vom Boden unter unseren Füßen bis zu den Sternen über uns gemeinsam anzutreten

Den Ausgangspunkt bildet Sinem Altans Hafriyat – Earthwork. Hier wird die Erde nicht zur idyllischen Landschaft, sondern zu einem Ort der Bewegung, der Erinnerung und der Veränderung. Carl Reineckes Flötenkonzert richtet den Blick anschließend auf den Menschen: auf Atem, Ausdruck und die Fähigkeit, Empfindungen in Klang zu verwandeln. Mit Gustav Holsts Die Planeten öffnet sich schließlich der Horizont ins Kosmische. Aus den Erfahrungen des oder der Einzelnen werden Klangbilder von universaler Größe – zwischen Kriegsangst, Hoffnung, Staunen und Geheimnis.

Ein großes Dankeschön gilt allen, die mit uns dieses großartige Programm erarbeitet haben und uns unterstützen: an unseren Dirigenten Martin Kirchharz, unsere Dozenten Dr. Robert Wittbrodt (Streicher) und Hajo Mohrmann (Holzbläser), Jan Böhme (Blechbläser), das Team des Forums Musik und Universitätsmusikdirektor Jörg Ritter sowie an die GFSM für die finanzielle Unterstützung unserer Projekte.

Wir begrüßen Sie herzlich zu „Erde – Mensch – Kosmos“ und wünschen Ihnen ein inspirierendes Konzerterlebnis.

WIR FREUEN UNS ÜBER IHRE SPENDE AM AUSGANG.

PROGRAMM



Hafriyat – Earthwork

Interview mit der Komponistin Sinem Altan

Die 1985 in Ankara geborene und in Berlin lebende deutsch-türkische Komponistin Sinem Altan verbindet in ihrer Musik europäische und orientalische Klangwelten. Für ihr Orchesterwerk Hafriyat – Earthwork wurde sie nach der Uraufführung beim Festival Young Euro Classic mit dem Europäischen Komponistenpreis ausgezeichnet.

Anders als bei den meisten Werken unseres Programms haben wir diesmal die besondere Gelegenheit, mit der Komponistin selbst über ihre Musik zu sprechen. Sinem erzählt, was hinter Hafriyat – Earthwork steckt, welche Erinnerungen und Stadterfahrungen das Werk geprägt haben und warum junge Musikerinnen und Musiker genau die Richtigen sind, es aufzuführen.

Was bedeutet „Erde“ für dich persönlich?

Erde ist alles. Sie ist ein Spiegelbild des Lebens, das Netzwerk aller Verbindungen. Sie sendet mir ständig Zeichen für Leben und Überleben und verändert immer wieder meine Wahrnehmung von Zeit.

Worum geht es in Hafriyat – Earthwork?

„Hafriyat“ bedeutet Baustelle oder Ausgrabung. Das Werk untersucht das Verhältnis des modernen Menschen zur Großstadt – und IST zugleich eine Ausgrabung der eigenen Geschichte zwischen Kindheit und Erwachsenwerden. Im Mittelpunkt stehen dabei meine Erinnerungen an Istanbul und Berlin.

Welche Eindrücke und Klänge finden sich in der Musik wieder?

Man hört den Lärm einer Großstadt-Baustelle – insbesondere den Bauboom in Istanbul. Schlagwerk und tiefe Bläser sind eng damit verbunden. Auch die Baustellen Berlins spiegeln sich in abrupten Blockaden und Wendungen wider. Dieser äußere Lärm vermischt sich im Verlauf des Stücks mit einer inneren Unruhe.

Welche Rolle spielen Erinnerungen in deiner Musik?

Sie bestimmen oft den Grundton meiner Musik. Die Idealisierung von Erinnerungen und erlebten Geschichten ist für mich ein Leitfaden bei der Gestaltung von Klang und Rhythmus.

Was braucht ein Orchester, um Hafriyat überzeugend zu spielen?

Das Werk lebt von rhythmischer Virtuosität und einem stetigen Anstieg der Geschwindigkeit. Einzelne Motive können zunächst monoton wirken, sind aber Teil des großen Chaos-Klangs. Dafür braucht es ein waches Ohr – und ein waches Herz.

Wie verändert sich dein Werk, wenn es von einem Studierendenorchester gespielt wird?

Die Uraufführung wurde ebenfalls von jungen Musikerinnen und Musikern gespielt. Ich glaube sogar, dass das Werk genau diesen frischen und unvoreingenommenen Einsatz braucht, um wirklich zum Klingen zu kommen.

Dein Werk steht gemeinsam mit Reineckes Flötenkonzert und Holsts The Planets im Programm „Erde – Mensch – Kosmos“. Wie empfindest du diese Kombination?

Ich kenne beide Werke und finde diese Begegnung sehr spannend. Das Publikum wird eine vielfältige Hörerfahrung machen – und vielleicht entstehen dabei ganz neue Verbindungen zwischen den Kompositionen.

Was wünschst du dir, dass das Publikum beim ersten Hören mitnimmt?

Da bin ich ganz frei: Je unterschiedlicher und kontrastreicher die Eindrücke sind, desto besser.

PROGRAMM



Flötenkonzert in D-Dur, op. 283

Carl Reinecke



Mit Carl Reineckes Flötenkonzert richtet sich der Blick des heutigen Programms nach der musikalischen Auseinandersetzung mit Erde und Natur wieder stärker auf den Menschen selbst. Nach Sinem Altans Hafriyat – Earthwork, wirkt Reineckes Musik beinahe wie eine intime Gegenperspek­tive: persönlich, gesanglich und ganz auf den individuellen Ausdruck konzentriert. Hier spricht die menschliche Stimme durch den Klang der Flöte.



  • Bild: August Brasch

Als Reinecke 1908 sein Konzert schrieb, war er bereits 84 Jahre alt. Der gebürtige Hamburger galt damals als eine Institution des deutschen Musiklebens. Er war langjähriger Gewandhauskapellmeister in Leipzig, Lehrer bedeutender Musikerinnen und Musiker und ein Komponist, der unbeirrt an der romantischen Tradition festhielt. Während andernorts bereits Mahler, Debussy oder Schönberg die musikalische Moderne vorantrieben, vertraute Reinecke weiterhin auf melodische Klarheit, Ausgewogenheit und Wärme. Gerade darin liegt heute der besondere Reiz seines Flötenkonzerts.

Die Flöte erscheint hier weniger als virtuoses, dekoratives Instrument, sondern als erzählende Stimme. Schon der erste Satz verbindet lyrische Linien mit feiner Beweglichkeit und wirkt stellenweise fast wie eine Opernarie ohne Worte. Im langsamen Satz, der "Lento e mesto" (langsam und traurig) überschrieben ist, entfaltet das Instrument eine intime, beinahe fragile Klangwelt. Das Finale bringt schließlich tänzerische Leichtigkeit und virtuosen Schwung, ohne jemals bloße Brillanz zu werden.

Auffällig ist, wie sehr dieses Konzert vom Atem lebt. Kaum ein anderes Instrument steht dem menschlichen Ausdruck so nahe wie die Flöte: Der Ton entsteht unmittelbar aus Luft, aus Bewegung, aus körperlicher Präsenz. In Reineckes Musik wird daraus beinahe ein Gespräch: ein feines Wechselspiel zwischen Soloinstrument und Orchester, zwischen individueller Stimme und gemeinschaftlichem Klang.

Zwischen Altans erdverbundenen Klangräumen und Holsts monumentaler Vision des Kosmos bildet Reineckes Konzert den menschlichen Mittelpunkt des Programms: Musik nicht der großen Systeme und Sphären, sondern der Empfindung, der Nähe und des unmittelbar tief menschlichen Ausdrucks. 

PROGRAMM



Die Planeten op. 32

Gustav Holst (1874–1934)



I.
Mars, der Kriegsbringer (Mars, the Bringer of War)
II.
Venus, die Friedensbringerin (Venus, the Bringer of Peace)
III.
Merkur, der geflügelte Bote (Mercury, the Winged Messenger)
IV.
Jupiter, der Bringer der Fröhlichkeit (Jupiter, the Bringer of Jollity)
V.
Saturn, der Bringer des Alters (Saturn, the Bringer of Old Age)
VI.
Uranus, der Magier (Uranus, the Magician)
VII.
Neptun, der Mystiker (Neptune, the Mystic)



Wenn Gustav Holsts Suite Die Planeten heute im Konzertsaal erklingt, wirkt sie erstaunlich modern. Kaum ein anderes Orchesterwerk des frühen 20. Jahrhunderts hat unsere Vorstellung davon mehr geprägt, wie das Weltall klingen könnte. Dabei geht es Holst nicht um Astronomie. Die zwischen 1914 und 1916 entstandene Suite schildert keine Planeten im wissenschaftlichen Sinn, sondern zeichnet musikalische Charakterbilder – und damit zugleich Skizzen menschlicher Erfahrungen.



  • Bild: Herbert Lambert

Der englische Komponist Gustav Holst beschäftigte sich intensiv mit Astrologie. Aus den Ei­gen­schaften, die den einzelnen Planeten traditionell zugeschrie­ben werden, entwickelte er mit meisterhafter Orchestrierung sieben eigenständige Klangbilder und Atmosphären, die den einzelnen Sätzen ihren unverwechselbaren Charakter verleihen. Hinter ihnen stehen Themen, die uns Menschen seit jeher begleiten: Krieg und Frieden, Lebensfreude und Vergänglichkeit, Humor, Geheimnis und Sehnsucht.

Besonders eindrucksvoll beginnt die Suite mit „Mars, der Kriegs­bringer“. Ein unerbittlicher Rhythmus im ungewöhnlichen 5/4-Takt treibt die Musik voran. Die Klangsprache wirkt kalt, mechanisch und unaufhaltsam. Obwohl Holst diesen Satz noch vor dem Ersten Weltkrieg entwarf, empfanden ihn später viele beim Hören als beinahe erschreckend vorausschauend. Auch heute lässt sich seine Wirkung kaum losgelöst von den Konflikten unserer Zeit erleben.

Umso stärker fällt der Kontrast zur anschließenden „Venus“ aus. Die Friedensbringerin erscheint nicht triumphierend, sondern zurückhaltend und verletzlich. Schwebende Klänge, feine Farben und lyrische Melodien schaffen eine Atmosphäre der Ruhe. Frieden erscheint hier nicht als Selbstverständlichkeit, sondern als etwas Kostbares, Schwebendes, das bewahrt werden muss und offenbar schwer zu erreichen ist. 

Die folgenden Sätze zeigen weitere Facetten menschlichen Erlebens. „Merkur“ huscht leichtfüßig durch das Orchester, während „Jupiter“ mit seiner festlichen Ausstrahlung Lebensfreude und Gemeinschaft vermittelt. Seine berühmte Hymnenmelodie gehört zu den bekanntesten Passagen der gesamten Suite.

Einen besonderen Platz nimmt „Saturn“ ein, den Holst selbst als seinen gelungensten Satz betrachtete. Aus einer zunächst ruhigen, beinahe resignierten Melodieführung – sie erinnert an einen schwerfälligen Gang – entwickelt sich eine tiefgründige musikalische Betrachtung über Alter, Zeit und Vergänglichkeit. Am Ende steht jedoch keine Verzweiflung, sondern eine überraschend friedliche Gelassenheit.

Ganz anders präsentiert sich „Uranus“: Mit markanten Rhythmen, kräftigen Orchestereffekten und einer Portion Humor erscheint dieser Magier ebenso exzentrisch wie unberechenbar. Die Musik wirkt stellenweise fast wie ein überdrehter Zaubertrick.

Im abschließenden „Neptun“ scheint sich die Musik schließlich von jeder Erdenschwere zu lösen. Ein Frauenchor erklingt aus der Ferne, die Klänge werden immer leiser und verschwinden am Ende nahezu unmerklich im Nichts. Dieser Schluss zählt bis heute zu den faszinierendsten Momenten der Orchesterliteratur.

Vielleicht liegt genau darin die anhaltende Faszination von Die Planeten. Die Suite eröffnet einerseits beeindruckende Klangwelten, richtet den Blick andererseits aber immer wieder auf den Menschen selbst. Hinter den Planeten werden Gefühle, Hoffnungen, Ängste und Träume sichtbar. So wird die Reise durch das Sonnensystem zugleich zu einer Reise durch die vielfältigen Landschaften der menschlichen Seele.

MITWIRKENDE



Flöte

Fabienne Kreuzer



Fabienne Kreuzer erhielt im Alter von sieben Jahren ihren ersten Flötenunterricht und entdeckte früh ihre Begeisterung für das Orchesterspiel. Sie war Mitglied der Jungen Bläserphilharmonie NRW und des Landesjugend­orchesters NRW, bevor sie bei Prof. André Sebald an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf studierte und dort 2020 ihren Bachelorabschluss erwarb.

Als Orchestermusikerin konzertierte sie unter anderem mit dem Beethoven Orchester Bonn, dem Gürzenich-Orchester Köln und den Bayer Philharmonikern. Seit 2019 ist sie Mitglied des Uniorchesters Bonn – Camerata musicale.

Das heute zu hörende Flötenkonzert in D-Dur von Carl Reinecke hat Fabienne gemeinsam mit dem Uniorchester Bonn – Camerata musicale bereits auf der Orchesterreise nach Kopenhagen und Malmö im Herbst 2025 aufgeführt. Umso mehr freuen sich Solistin und Orchester, es Ihnen nun auch in diesem Konzert zu präsentieren.

MITWIRKENDE



Leitung

Martin Kirchharz



Bereits mit 16 Jahren übernahm Martin Kirchharz die Leitung seines ersten Orchesters. Neben den Studien der Musikwissen­schaft an der Universität Bonn und der „Schulmusik“ (Musik auf Lehramt) mit den künstlerischen Hauptfächern Klavier und Klarinette an der Hochschule für Musik und Tanz Köln absolvierte er zahlreiche Meisterkurse und erhielt privaten Dirigier­unterricht.

Martin Kirchharz wurde im Wintersemester 2010/11 mit der Gründung und Leitung des Internationalen Chores der Bonner Universität betraut, die er heute noch innehat. Des Weiteren leitet er verschiedene andere Orchester in Nordrhein-Westfalen als Chef- sowie Gastdirigent und ist zusätzlich als Komponist und Arrangeur tätig. Das überregionale Auswahl­orchester „Landesblas­orchester NRW“ hat Martin Kirchharz im Februar 2024 zu seinem neuen Dirigenten gewählt. 

Martin Kirchharz wurde im Wintersemester 2008/09 mit damals 24 Jahren Dirigent der Camerata musicale. Schon vorher war er ständiger Gastdozent für Bläserprojekte und Satzproben bei unserem Orchester. Unter seiner künstlerischen Leitung hat es eine sehr erfreuliche Entwicklung genommen. So gelang es Martin Kirchharz durch seine sehr konzen­trierte und zielstrebige Probenarbeit und seine kreativen Ideen, das Uniorchester Bonn – Camerata musicale zum größten studentischen Orchester der Uni zu formen. 

  • Bild: Julia Holland

MITWIRKENDE



Das Orchester

Uniorchester Bonn – Camerata musicale

Das Uniorchester Bonn – Camerata musicale wurde 1969 von Gisela Mettig und Uwe Schmelter gegründet und ist heute das größte studentische Sinfonieorchester der Universität Bonn. Mit über 100 Mitgliedern, überwiegend Studierenden, verbindet es musikalische Qualität mit innovativen Projekten und steht für den Anspruch, Musik und Gemeinschaft erlebbar zu machen.



  • Bild: Stefan Wiede



Seit 2008 wird das Ensemble von Martin Kirchharz geleitet, der es mit kreativen Ideen und einer klaren musikalischen Vision prägt. Besonders hervorzuheben ist das Konzertformat Singfonie – Das Partykonzert, das seit 2022 in Kooperation mit dem NatFak-Festival dreimal erfolgreich umgesetzt wurde. 2024 fand die Singfonie im Rahmen des Beethovenfestes statt, und 2026 wurde sie erstmals in der renommierten Kölner Philharmonie aufgeführt – ein Beleg für die künstlerische Strahlkraft des Orchesters und seine Vernetzung mit kulturellen Partnern der Region.

Auch der internationale Austausch ist ein Markenzeichen der Camerata musicale: 2019 begleitete sie einen Besuch des Rektorats an der Partneruniversität St Andrews in Schottland mit einem Konzert. In Folge gab es mehrere kammermusikalische Austauschprojekte zwischen beiden Universitäten. 2025 fand eine Kooperation mit skandinavischen Universitäten statt, wodurch die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern weiter gestärkt wurde.

Mit seinem Zusammenspiel aus musikalischer Qualität, kreativen Projekten und dem Engagement seiner Mitglieder steht das Uniorchester Bonn – Camerata musicale exemplarisch für den Anspruch der Universität Bonn als Exzellenzuniversität. Das Orchester bereichert das kulturelle Leben der Universität und bietet Studierenden einen inspirierenden Ort, um ihre Leidenschaft für das Musizieren zu teilen und sich künstlerisch weiterzuentwickeln. 

Besetzung



Violine 1

Aruzhan Bineyeva, Vincent Braun, Johanna Busse, Hannes Dahm, Emilia Hecke, Emanuel Horn, Sophie-Marie Kemnitzer, Barbara Lauer, Abelard Malvin, Reglindis Neutatz, Johann von der Nahmer, Franka Rossel, Eva Stock, Norah Vogt, Anja von Wulffen

Violine 2

Justus Besser, Elena Buchholz, Heiko Braun, Lina Förster, Chiara Hackfort, Jule Jansen, Judith Jarocky, Juliane Kant, Lilly Krause, Marla Kreuzberg, Christina Plugge, Anne Quatraccioni, Muriel Rebecca Schalla, Sonja Schöbitz, Katharina Schoop, Nico Stern

Viola

Andrea Geus, Alice Jacob, Ana Langer Castro, Birgit Mauersberger, Leona Wahnschaffe, Kimia Wille

Violoncello

Julian Beucher, Leonhard Brandt, Christiane Dieterich-Hirsch, Aimée Gerdes, Levin Haeseling, Cordula von Heyl, Cosima Höffe, Maria Hüning, Saskia Kehraus, Daniel Lauer, Sarah Riehl, Karl Röpke, Laurent Tarabout, Daniel von Savigny, Louise Vanderstraeten, Sophie Voß, David Witte, Leonie Zillessen

Kontrabass

Johann Berggötz, Clay Chapman, Henrike Czekala, Artémise Duret, Helene Mehner

Flöte

Fiona Herrmann, Fabienne Kreuzer, Noel Marin Küstner (+ Altflöte), Janine Landsberg, Kathrin Schumacher

Oboe

Lilli Hansen (+ Bassoboe), Hannah Scholz, Uta Seidler, Julia Sürtenich (+ Englischhorn), Sina Vetter

Klarinette

Janik Nagel, Tobias Olbrich (Bassklarinette), Lilly Schönherr, Philip Schopen

Fagott

Martin Eckert (Kontrafagott), Lisa Grebe, Valentin Lotter, Valerie Schirmer

Horn

Mats Krüger, Luca Marie von Öhsen, Joachim Roscher, Ricardo Horst Rodrigo Schürmanns, Sophia Schulte-Beckhausen, Simon Serong

Trompete

Antonia Hoffmann, Dominik Löffelmann, Ina Thierkopf, Simon Vollmer, Leonard Weismantel

Posaune/Tuba

Gabriel Bohn, Jonah Funcke (Tuba), Silas Funcke, Magnus Schekelmann, Constantin Thierkopf (Tenortuba)

Schlagzeug

Jan Büdenbender, Mats Fuhrmann, Johannes Horn, Robin Hürten, Samuel Ide, Thomas Reimpell, Florentin Schmidt

Harfe

Marie-Claire Junke, Isabelle Marchewka

Celesta

Ryuichi Shevlin

AKTUELLES



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Tschaikowsky 4



Dvořák Cellokonzert



AKTUELLES



„SINGFONIE – Das Partykonzert“ in der Kölner Philharmonie

Am Vorabend zu Weiberfastnacht 2026 feierte SINGFONIE – Das Partykonzert einen besonderen Meilenstein: Zum ersten Mal brachte das Uniorchester Bonn – Camerata musicale das erfolgreiche Mitsingformat in die voll besetzte Kölner Philharmonie. Das Publikum ließ sich nicht lange bitten – es wurde gesungen, getanzt und geschunkelt.

Gemeinsam mit Gästen wie Björn Heuser, Michael Kuhl, Moderatorin Laura Fernández, Band und Karaokesängerinnen und -sängern entwickelte sich ein Abend voller Gänsehautmomente – ein unvergesslicher Auftakt in die Karnevalstage.

Seit ihrer Premiere 2022 begeistert SINGFONIE mit einer einzigartigen Mischung aus sinfonischer Klangfülle, Pop-Hits und Karaoke-Momenten. Entwickelt wurde das Format von Dirigent Martin Kirchharz, der auch sämtliche Arrangements eigens für das Projekt schreibt.

Die nächste „SINGFONIE“ findet am 6. Oktober zum Start des Wintersemesters 2026/27 in der Aula der Universität statt. 

  • Bild: Stefan Wiede

Mit „Mahler 6“ ins Wintersemester

Nach Gustav Holsts Die Planeten in diesem Semester wartet auf das Uniorchester Bonn – Camerata musicale im Wintersemester 2026/27 die nächste große Aufgabe. Mit Gustav Mahlers Sechster Sinfonie wurde vom Orchester ein Werk ausgesucht, das selbst professionelle Orchester immer wieder neu herausfordert. Für die Camerata musicale ist es zugleich eine Rückkehr zu einem Komponisten, dessen Erste Sinfonie bereits 2022 auf dem Programm stand.

Mahlers Sechste entzieht sich einfachen Deutungen. Sie ist voller Gegensätze. Zwischen Triumph und Zusammenbruch, zwischen Zweifel und Hoffnung, zwischen überschäumender Kraft und stiller Resignation entsteht eine musikalische Welt, die die Ausführenden und das Publikum gleichermaßen in ihren Bann zieht. Immer wieder scheint das Licht die Oberhand zu gewinnen, bevor sich die Stimmung unvermittelt verdunkelt. Die berühmten Hammerschläge sind dabei weit mehr als ein spektakulärer Effekt. Sie markieren jene schicksalhaften Momente, die dieser Sinfonie ihren unverwechselbaren Charakter verleihen.

Ein Werk wie dieses erschließt sich nicht nebenbei. Es fordert Zeit, Konzentration und den Mut, sich auf seine Spannungen einzulassen. Gerade das macht die gemeinsame Arbeit daran so reizvoll. Ein ganzes Semester lang wird sich das Orchester auf diese außergewöhnliche Partitur einlassen und Schritt für Schritt ihre Klangwelt entdecken.

Wer diese Herausforderung mitgestalten möchte, ist herzlich eingeladen. Für ambitionierte Musikerinnen und Musiker sind noch Positionen frei. Informationen zu Proben, Vorspiel und Anmeldung gibt es unter www.uniorchester-bonn.de.

Voraussichtliche Konzerttermine: 29. & 30. Januar 2027 in der Aula der Universität



WIR FREUEN UNS ÜBER IHRE SPENDE AM AUSGANG.